Mit Haydns und Mozarts Vielfalt widmet sich Oliver Drechsel zwei der prägenden Persönlichkeiten der Wiener Klassik – und zeigt ihre kontrastreiche Klang- und Ausdruckswelt auf einem historischen Instrument.
Gespielt wird auf einem Hammerflügel nach Johann Andreas Stein (Augsburg, 1785), einer freien Kopie aus der Sammlung Dohr im Pianomuseum Haus Eller. Dieses Instrument eröffnet einen authentischen Zugang zur Klangästhetik des späten 18. Jahrhunderts: transparent, farbenreich und unmittelbar.
Auf dem Programm stehen ausgewählte Sonaten und Fantasien von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart – Werke, die zwischen dramatischer Zuspitzung, lyrischer Tiefe und spielerischer Leichtigkeit changieren. Besonders die c-Moll-Werke beider Komponisten zeigen eindrucksvoll ihre individuelle Handschrift, während die Es-Dur-Sonaten andere, lichtvolle Facetten eröffnen.
Oliver Drechsel gilt als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Als Pianist, Kammermusiker, Komponist und Musikwissenschaftler verbindet er interpretatorische Klarheit mit erzählerischem Gespür. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Aufführung und Einspielung von Klaviermusik des 18. und 19. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten – vielfach in vielbeachteten Ersteinspielungen.
So wird dieser Abend zu einer musikalischen Erkundung klassischer Vielfalt: historisch informiert, klanglich differenziert und lebendig erzählt.